
Digitalproof
Die rasante technologische Entwicklung der vergangenen Jahre hat die Steuerung und Abwicklung von Printprodukten grundlegend verändert.
Von der Werbeagentur über die Druckvorstufe bis zum Druck werden nur noch digitale Daten ausgetauscht und dies mit Farb- und Ausgabesystemen von unterschiedlichen Herstellern und Standards. Ohne standardisierte Verbindlichkeiten sind daraus resultierende Probleme vorhersehbar.
Was bewirkt eigentlich ein Digitalproof?
Ein digitaler Andruck, der so genannte Digitalproof schafft an dieser Stelle Verbindlichkeit zwischen Medien- oder Werbeagentur, Drucker und Kunde. Für eine reibungslose Abwicklung des Farbmanagements von der Datenerstellung bis zur sicheren Farbabstimmung eines Produktes an der Maschine ist der Digitalproof das wichtigste Arbeitsmittel zur Beurteilung von Daten und Farben. Schon früh innerhalb der Produktionskette wird mit dem digitalen Andruck simuliert, wie das spätere Druckergebnis aussieht. Besonders wichtig ist dies im Hinblick auf die Farbechtheit.
Damit ein Bild gedruckt auf unterschiedlichsten Papieren, Textilien oder Kunststoffen in etwa gleich aussieht, bedarf es eines konsequenten Colormanagements, d.h. vor Druckbeginn wird, je nach Druckverfahren, entschieden, welches so genannte ICC-Profil angewandt wird. Mittels dessen wird beim Proof das zu erwartende Druckergebnis simuliert. So können noch rechtzeitig eventuelle Farbveränderungen korrigiert werden.
Im Vorgang des Proof-Control-Systems mit dem so genannten Fogra-Medienkeil wird der Proof kontrolliert. Die Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.V. ist ein deutscher eingetragener Verein mit Sitz in München. Der von ihm erstellte und zertifizierte Medien-Keil wird zur Messung der Farbwerte für die verschiedensten Druckverfahren des Proofs verwendet. Auf jedem Proof wird auch der Medienkeil gedruckt und kann dann mit den im System hinterlegten, zertifizierten Farbwerten abgeglichen werden. Der Fogra-Medienkeil gilt weltweit als anerkanntes Kontrollmittel für farbverbindlichen Prüfdruck. Wird er auf den Digitalproof angewandt, erlangt der Proof Rechtsverbindlichkeit und gilt damit als Kontraktproof.
Die entscheidenden Vorteile dieser Technologie für Sie sind:
- Beispielhafte Unterstützung von PDF-Daten, dem inzwischen dominierenden Austauschformat
- Kontrolle durch Ausmessen des Medienkeils mit Spektralphotometer
- Protokoll-Label aller wichtigen druckspezifischen Kennzahlen auf jedem Proof
- Offenheit für alle grafischen Formate, ob vektor- oder pixelorientiert
- Simulation von Pantone-/HKS-Farben
- Proofen von Duplex- und Triplex-Bildern
- Erkennung von Moirébildungen vor dem Druck
- Proofen nach standardisierten Charakterisierungsdaten für ECI-Bogen- und Rollenoffsetprofilen gemäß internationalem Standard ISO/DIN 12647-2:2003+:
- ISO_Coated_v2_ECI_39L = Papierklasse 1+2 (glänzend und mattgestrichener Bilderdruck)
- ISOwebcoated_28L = Papierklasse 3 (gestrichen Rollenoffset, LWC)
- ISOuncoated_29L = Papierklasse 4 (ungestrichen weiß Offset)
- ISOuncoatedyellowish_30L = Papierklasse 5 (ungestrichen, leicht gelblich Offset)
- ISO_Newspaper_26 = Zeitungspapier
- PSRgravureHWC = Tiefdruck
- PSRgravureLWC = Tiefdruck
- PSRgravureSC = Tiefdruck
Selbstverständlich bietet ROYAL MEDIA den Digitalproof sogar in Form des farbverbindlichen Kontraktproofs zu jedem Printprodukt an. Wir nutzen dafür die mehrfach ausgezeichnete Prooflösung GMG ColorProof 04, die sich als die professionelle Prooflösung am Markt etabliert hat.
Aktuell: Durch neue Hard- und Software stehen dem Kunden der ROYAL MEDIA seit November 2008 noch hochwertigere Proofs zur Verfügung.
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